Rendering_01 - Kopie_edited.jpg

Meditationsraum

am Umweltcampus Birkenfeld

Studentischer Wettbewerb

in Zusammenarbeit mit Benedikt Kiefer

Der Raum wird durch die sanft im Gelände liegende Membranhülle und die darunterliegende Ebenenstruktur definiert. Die Hülle ist so aufgebaut,

dass im Inneren ein weiches, diffuses Licht entsteht, ebenso wie ein Blatt das Sonnenlicht für den Betrachter unter einem Baum filtert und dämpft. Der Entwurfsgedanke spiegelt sich auch in der Wahl der Materialien wieder. Die Membranschichten der Hülle bestehen aus recycelten Materialien, die Tragstruktur, der Eingang und die Ebenenstruktur bestehen aus Holz, die Sitzflächen sind mit „Tatami“ Reisstrohmatten belegt.

Bild 5.jpg
Blatt im Sonnenlicht.jpg

1

2

3

Bild 4.jpg

1

2

3

Die Betrachtung des Blattaufbaus zeigte, dass ein Blatt aus mehreren Schichten besteht, welche jeweils spezifische Eigenschaften und Funktionen aufweisen. Dieses Konzept wurde auf den Aufbau der Hüllkonstruktion übertragen. Die äußere Schicht besteht aus einer diffusionsoffenen Kunststoffmembran welche wie Cutikula und

Epidermis des Blattes, Wasser abhält und vor direkten Umwelteinflüssen Schützt, gleichzeitig Licht in die tieferen Schichten durchlässt.

Darunter befindet sich, in einem Abstand von 4cm, die

transluzente Wärmedämmung aus recycelten PET-Flaschen, welche der Funktion des Palisadengewebes nachempfunden ist. Die Wärmedämmung liegt auf einer Dampfbremse und einem darunter

liegenden Stütznetz auf.

Detailschnitt-min.jpg

Die innere luftdurchlässige Glasfasergewebe-Membran ist in einem Abstand

von 15cm von den Tragrippen abgehängt. Somit entsteht ein 35cm hoher Luftraum zwischen innerer und mittlerer Schicht. Der Aufbau macht sich das Konzept der Konvektion zunutze, bei welchem die aufsteigende warme Luft in dem Membranzwischenraum abgekühlt bzw. erwärmt wird und somit auf natürliche Weise ein Luftstrom und Luftzirkulation entsteht, welcher zu einem angenehmen Raumklima beiträgt.

Wie auch das Blatt, ist die Hülle atmungsaktiv und besitzt am Scheitelpunkt der Dachform eine Öffnung, wodurch feuchte, warme Luft austreten kann und sich somit nicht in der Hülle anstaut.